Letzter Stopp: Das Medical
Wenn Ihnen der Auswahlkapitän nach dem FQ-Interview gratuliert, haben Sie es fast geschafft. Jetzt muss nur noch der Medizinische Dienst der Lufthansa grünes Licht geben. Wir setzen eine normale körperliche Fitness voraus. Eine Ausmusterung bei der Bundeswehr führt nicht automatisch zu einer Ablehnung im Medical. Ablösungen im Rahmen der medizinischen Untersuchung haben in den allermeisten Fällen mit Augenerkrankungen und Farbsehschwächen etc. zu tun.
Sollten Sie im Einzelfall Sorgen haben, ob bestimmte Erkrankungen ein Hindernis sein könnten, können Sie beim Recruitment Center die Telefonnummer des Medizinischen Dienstes der Lufthansa erfragen. Aufgrund der großen Anzahl an Untersuchungen kann es schon mal einen Monat dauern, bis das Ergebnis für Ihr Medical vorliegt. Dann sind Sie endlich am Ziel und wir freuen uns, Ihnen einen Schulungsvertrag anbieten zu können. Und Sie werden sehen, die nächsten Wochen bis zur offiziellen Begrüßung in Bremen vergehen wie im Flug.
Hinweis zur Laser-OP
Grundsätzlich wird für den Cockpitberuf von der operativen Korrektur der Sehschärfe abgeraten. Für das sehr spezifische Arbeitsumfeld (u.a. ständige Luftdruckschwankungen, geringe Luftfeuchtigkeit) liegen noch keine verlässlichen Langzeiterfahrungen vor. Sollte aber bereits eine Laser-OP durchgeführt worden sein, bedarf es einer umfassenden Einzelfallprüfung, ob Aussicht auf Flugtauglichkeit besteht.
Für eine Bewerbung bei Lufthansa darf der Ausgangswert +/-3 Dioptrien zum Zeitpunkt der OP nicht überschritten haben. Dazu muss ein schriftlicher Nachweis erbracht werden. Bitte reichen Sie im Falle einer Laser-OP folgende Unterlagen zur Einzelfallprüfung an:
1. Schriftlicher Nachweis der Ausgangswerte der Sehschärfe vor der Operation. Der Ausgangswert sollte +/- 3,0 Dioptrien nicht überschritten haben.
2. OP-Befund nach der Operation (OP-Termin muss mindestens 12 Monate zurückliegen).
Aus dem Operationsbericht muss hervorgehen: (1) die Hornhautdicke prä- und postoperativ, sowie Lasermethode, (2) die Abtragungstiefe des Lasers, (3) die prä- und postoperativen Refraktionswerte objektiv und subjektiv, (4) die Werte der aktuellen Brille.
In der medizinischen Erstbegutachtung wird entschieden, ob Aussicht auf Flugtauglichkeit besteht. Bei positiver Einschätzung kann das DLR-Auswahlverfahren begonnen werden.
Nach erfolgreich absolvierter DLR-Auswahl wird im Rahmen der flugmedizinischen Erstuntersuchung der Augenstatus ausführlich begutachtet und abschließend über die Flugtauglichkeit für den Lufthansa-Konzern entschieden